Heizölpreise konstant - mit kaltem Februar ist zu rechnen

26.01.12 • 09:59 Uhr • HeizOel24 News

Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz bewegen sich auch am Donnerstag kaum. Steigende Ölpreise und ein gleichzeitig steigender Euro heben sich in ihrer Wirkung auf die Inlandspreise auf. Mit einem aktuellen Gegenwert von 1,313 US-Dollar verzeichnet die europäische Gemeinschaftswährung den höchsten Stand seit Mitte Dezember. Fortschritte bei der Klärung der europäischen Schuldenkrise und die US-Notenbank Fed gaben dem Euro gestern erheblichen Rückenwind und die kritische Marke von 1,30 US-Dollar sollte damit nachhaltig überwunden sein. Zumindest in diesem Punkt dürfen Heizölkunden wieder deutlich optimistischer sein als zuletzt, wenn es darum geht, auf fallende Heizölpreise zu spekulieren.

Die gestrige Ankündigung der Fed, die amerikanischen Leitzinsen noch mindestens bis 2014 am Boden zu lassen, drückte den Dollar und gab gleichzeitig dem Ölpreis Auftrieb. Auch die neuesten Lagerbestandsdaten aus den USA wurden vom Markt leicht bullish interpretiert, obwohl sie nicht wirklich schlecht waren. Viele Marktteilnehmer hoben Meldungen zufolge auf die gesunkenen Heizölbestände ab. Der Rohölbereich wurde dagegen ignoriert.

Im Einzelnen fielen die gestrigen Bestandsdaten des Departments of Energy (DOE) wie folgt aus:

  • Rohöl: hoher Aufbau (+ 3,6 Mio Barrel)
  • Destillate (Heizöl, Diesel): geringer Aufbau (- 2,5 Mio Barrel)
  • Benzin: hoher Aufbau (- 0,4 Mio Barrel)

Auch bei uns könnte es den Heizölbeständen bald verstärkt an den Kragen gehen. Was derzeit schon im Osten Deutschlands spürbar ist, könnte bald das ganze Land erfassen. Ostwind und eine längere Frostperiode sind angekündigt. Der Winter 2011/2012 könnte aus seine späten Tage doch noch kalt werden. Ob es auch für Schnee im Flachland reicht, ist dagegen fraglich.

Durch die kalte Wetterlage ist eine deutliche Belebung des Heizölmarktes absehbar. Die Lieferfristen werden im Februar steigen. Die Aussichten für die Preisentwicklung gestalten sich dagegen etwas offener als zuletzt. Wenn es im Iran ruhig bleibt, sehen wir verbesserte Chancen auf ein winterliches Preistief. Am Donnerstagvormittag kommt der Ölpreis bereits wieder unter leichten Abgabedruck. Fed-Sitzung und Bestandsdaten wirken nicht nach. Der Euro hält sich dagegen stabil.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 110,30 $, Gasöl ca. 942 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. +/- 0,10 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,303 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Frostschutz nicht vergessen. Aus Osten kündigt sich Kaltluft an! Wird Heizöl im Freien oder unbeheizten Räumen gelagert, muss ein Kälteschutzadditiv zugesetzt werden, damit es unter null Grad fließfähig bleibt. Wichtig ist, dass das Additiv bereits im Heizöl ist, bevor es kalt wird. Bereits gebildete Paraffinkristalle lassen sich nicht mehr auflösen. Das Gleiche gilt für Diesel, sofern es sich nicht bereits um Winterdiesel handelt. www.heizoel24.de - 26.01.2012
 

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