Heizöl: Volltanken ist in - spekulieren ist out

Die Heizölpreise legen am Montag weiter zu. Börsengewinne vom Freitagnachmittag erreichen den Inlandsmarkt. Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen mit gut einem Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl mehr rechnen als am Freitag.

Nach einem Kursfeuerwerk in Tokio sind die Börsen in Europa mit kräftigem Rückenwind in die neue Handelswoche gestartet. In nahezu allen Marktsegmenten gibt es deutliche Aufschläge. Nur Gold wird gegen den Trend billiger. Weniger Krise bedeutet: Raus aus dem sicheren Hafen. Besonders die zuvor Abgestraften Bankaktien erwiesen sich bereits im Freitagshandel der New Yorker Wallstreet als Zugpferd. Auch in China meldeten sich die Börsen nach der Feiertagswoche erfolgreich zurück.

Einen nicht unwesentlichen Anteil an der Stabilisierung der taumelnden Aktienmärkte hat auch der Ölpreis. Der Aufwärtsdreh Mitte letzter Woche sorgte dafür, Krisenangst aus den Köpfen der Börsianer zu nehmen. Interessant wird nun die Frage, ob es sich beim aktuellen Kursanstieg um eine Bärenmarktrallye, d.h. eine kurze, heftige Aufwärtskorrektur handelt, oder ob die Börsen tatsächlich vor einer breit angelegten Stabilisierung stehen.

Aus Sicht des heimischen Heizölmarktes spricht einiges für steigende Börsenkurse - zumindest, wenn man die regionale Nachfrage betrachtet. Hier gab es letzte Woche Mittwoch und Donnerstag eine extreme Spitze. Eine Vielzahl an Kunden nutzte den Kursrücksetzer zur Bestellung. Dabei wurde direkt gekauft, als sei es die (letzte) Gelegenheit, günstig Heizöl zu bestellen. Anzeichen für eine Spekulation auf noch billigere Zeiten schwinden. Die Besucherzahlen der Heizöl-Seiten im Internet entwickeln sich rückläufig. Am vergangenen Mittwoch lag die Zahl der Seitenbesucher (Marktbeobachter) fast ein Drittel niedriger als beim 12-Jahres-Tief der Heizölpreise am 21. Januar. Die Zahl der Käufe war dagegen ähnlich hoch. Auch eine gewisse Sättigung der Nachfrage, sowie der Fakt, dass die Heizperiode 2015/2016 langsam auf die Zielgerade zusteuert macht sich sicherlich bemerkbar. Von Winter zu sprechen, fällt ohnehin schwer. - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 33,00 $, Gasöl ca. 310 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 1,10 € / 100 l gegenüber gestern Vormittag. Schweiz: + 1,10 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,120 (Euro leichter)
Franken/US Dollar: ca. 0,984 (Franken leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

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Oliver Klapschus
Dipl. Betriebsw. (FH)