Schwache US-Währung stützt Ölpreise
 vom 04.02.2016 10:56:41


Die Ölpreise haben sich bereits gestern im Laufe des Tages deutlich nach oben bewegt. Impuls hierfür kam aufgrund der erneuten Meldung über eine geplante Verhandlung der Förderraten zwischen Russland und der Opec. Unterdessen sind die Ölbestände in den USA weiter gestiegen.

Die Ölnotierungen zeigen sich aktuell sehr volatil. Unter anderem weil das bereits in der vergangenen Woche aufgeworfene Gerücht über eine mögliche Kooperation zwischen Russland und der Opec am Markt die Hoffnung weckt, die weltgrößten Ölproduzenten könnten Maßnahmen zur Stabilisierung der Preise ergreifen.

Weiterer Grund für die steigenden Ölpreise sind die deutlichen Kursverluste des US-Dollars. Wiederholt enttäuschende Konjunkturdaten in den USA ließen die amerikanische Währung schwächeln, was im Umkehrschluss dem Euro Aufwind gab. Durch die schwächere US-Währung wird Rohöl außerhalb des Dollarraums günstiger und verstärkt damit die Nachfrage. Selbst die jüngsten Rohölbestandsdaten, die einen Anstieg von mehr als sieben Millionen Barrel aufweisen, konnten die Kursgewinne beim Rohöl nicht stoppen. Der Vollständigkeit halber hier alle Daten im Überblick:

  • Rohöl: sehr hoher Aufbau (+ 7,8 Mio. Barrel)
  • Destillate (Heizöl, Diesel): sehr geringer Abbau (- 0,8 Mio. Barrel)
  • Benzin: sehr geringer Abbau (- 0,8 Mio. Barrel)

Unsere Heizölpreise tendieren weiter im Zick-Zack-Kurs. Heute geht es knapp 1,2 Cent bzw. Rappen je Liter aufwärts. Der langfristige Abwärtstrend bleibt intakt, auch wenn die Entwicklung der letzten 14 Tage eine Korrekturbewegung nach oben andeutet. Engmaschige Preisbeobachtungen seien daher jedem Heizölkunden mit Bestellabsicht wärmstens zu empfehlen. - vp

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 35,39 $, Gasöl ca. 315 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 1,20 € / 100 l gegenüber gestern Vormittag. Schweiz: + 1,20 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,115 (Euro fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,002 (Franken leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Die Heizölpreise zeigen sich aktuell uneinheitlich und den vermeintlich besten Kaufzeitpunkt auszumachen gestaltet sich schwierig. Beobachten Sie die Preise stetig – mit der HeizölApp problemlos auch von unterwegs aus. www.heizoel24.de - 04.02.2016

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