Heizöl: Kurzfristig teurer - langfristig extrem günstig!

Der heutige Montag erhebt offenbar Anspruch auf den Beinamen „Tag der Trendwende“! Plötzlich ist es vor der Haustür wieder warm, plötzlich, wird Heizöl wieder teurer. Unverändert bleibt dagegen die Heizölnachfrage. Diese ist zum Wochenauftakt weiter rekordverdächtig.

Die Veränderungen im Vergleich zum letzten Donnerstag sind beachtlich! Heizöl in Deutschland ist seit dem 12-Jahres-Tief um über vier Cent (entspricht 12%) teurerer geworden. Gleichzeitig schaltete die Wetterküche von Winter auf Frühling. Eine milde Westströmung hat den Frost ausgeräumt und innerhalb kürzester Zeit ging es von minus zehn auf plus zehn Grad. Schnee und Frost haben auf Sicht von 14 Tagen keine Chance mehr. Im Flachland können die Höchstwerte zweistellig werden.

Keine Änderung gibt es dagegen bei der Heizölnachfrage. Im Gegenteil: Wer bis jetzt noch nicht gekauft hat, holt es schnell nach, denn trotz des eingangs genannten Preissprungs ist Heizöl weiterhin historisch günstig. Das Preistief zu verpassen wäre grob fahrlässig. Zwar dürften die Öl- und Heizölpreis strukturell unter Druck bleiben, denn an der Ausgangssituation für die Börsen hat sich nichts geändert und der Montagshandel signalisiert zunächst keine weitere Teuerung - dass es rasch wieder in Richtung des Rekordtiefs vom Donnerstag letzter Woche geht ist jedoch nicht gesagt. Die Ölpreise könnten sich auf dem aktuellen Niveau einpendeln. Für Deutschland heißt dies durchschnittlich 39,5 Cent, für Österreich 50 Cent und für die Schweiz 61 Rappen je Liter Heizöl.

Aus internationaler Sicht ist die Erholungsrallye der Ölpreise an den Börsen zunächst gestoppt. Zur Handelseröffnung am Montagmorgen kommt Verkaufsdruck in den Ölmarkt. Da noch immer ein Großteil des Ölpreises in Amerika gemacht wird, ist der psychologische Effekt des Jahrhundert-Schneesturms vom Wochenende nicht zu unterschätzen. Auch die Börsenmetropole New York war unmittelbar betroffen. Parallel zur Lage auf den Straßen entspannt sich nun auch der Heizölpreis an der Rohstoffbörse Nymex.

Die aktuelle Handelswoche dürfte weiter spannend verlaufen und könnte einen Richtungsentscheid für die nächsten Monate geben. Fällt der Ölmarkt zurück in den Trend zum Ausverkauf, oder können sich die Kurse stabilisieren? - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 31,50 $, Gasöl ca. 285 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 1,00 € / 100 l gegenüber gestern Vormittag. Schweiz: + 1,00 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,082 (Euro leichter)
Franken/US Dollar: ca. 1,015 (Franken leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Nach dem steilen Abwärtstrend zu Jahresbeginn sind die Ölpreise seit Ende letzter Woche erstmals in diesem Jahr signifikant gestiegen. Heizölkunden mit Bedarf wird eine besonders engmaschige Marktbeobachtung angeraten. Mit der Handy App geht dies auch besonders bequem von unterwegs. www.heizoel24.de - 25.01.2016

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Oliver Klapschus
Dipl. Betriebsw. (FH)