Ölmarkt am Boden - Heizöl-, Diesel- und Benzinpreise wie 2004

Nun ist es offiziell: Die Iran-Sanktionen sind aufgehoben, der Atomstreit ist Geschichte. Der Ölpreis reagiert auf die Top-Meldung vom Wochenende mit weiten Abschlägen und fällt auf ein neues Langzeittief. Heizöl Benzin und Diesel sind so billig wie seit 12 Jahren nicht mehr.

Das passt perfekt zusammen! Gerade jetzt wo der Winter erstmals in diesem Jahr ganz Mitteleuropa in Beschlag nimmt, ist der Heizölpreis auf den tiefsten Stand seit fast 12 Jahren gefallen. Billiger ging es zuletzt im Frühjahr 2004, wohlgemerkt in Bezug auf den Nominalpreis. Inflationsbereinigt werden in Deutschland und Österreich sogar die Tiefstpreise aus dem Jahr 2003 unterschritten. Gute Nachrichten gibt es auch für Heizölkunden in der Schweiz. Die Erhöhung der CO2-Abgabe um sechs Rappen je Liter vom 1. Januar ist nahezu vollständig aufgezehrt. Der Heizölpreis steuert auch hier im Sturzflug Richtung Langzeittief.

Die Inlandsnachfrage nach Heizöl hat sich durch das Zusammentreffen von Wintereinbruch und Preistief noch einmal drastisch erhöht. Die Zahl der Onlinezugriffe lässt für den heutigen Montag einen neuen Bestellrekord erwarten. Mit verlängerten Lieferfristen ist zu rechnen.

Das sowohl die Anfänge des Atomstreits, als auch die letzte Ölpreisnotierung unter 30 Dollar 12 Jahre her sind, stellt einen hübschen Fall von Scheinlogik dar. Ganz so groß ist der Einfluss des Irans auf den Ölpreis dann doch nicht. Nichtsdestotrotz lässt sich das Zusatzangebot, das den Markt in einer ohnehin hochsensiblen Phase trifft, nicht wegdiskutieren. Das Ölangebot hat sich in den letzten Jahren rund um den Globus erhöht und im Kampf um Marktanteile will nun kein Anbieter zurückstecken. Die Lager sind bereits voll und der jüngste Negativtrend der chinesischen Konjunktur lässt eine schwache Nachfrageentwicklung erwarten. Neueste Zahlen belegen dies. Andererseits scheint der Ölmarkt auf dem aktuellen Niveau von nur noch 28 Dollar je Barrel Rohöl reif, für eine Erholungsrallye! Allein seit Jahresbeginn hat eine Flut von Negativmeldungen den Ölpreis um 25% gedrückt. Mit der Aufhebung der Iran-Sanktionen ist nun auch der letzte große Tiefschlag eingepreist und die Ölbörsen signalisieren seit dem Morgen vorsichtiges Aufwärtspotential. Richtig spannend wir es morgen werden, denn in den USA wird heute feiertagsbedingt nur eingeschränkt gehandelt. - ok

 

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 28,30 $, Gasöl ca. 270 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 1,00 € / 100 l gegenüber gestern. Schweiz: - 1,00 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,089 (Euro etwas leichter)
US Dollar/Franken: ca. 1,005 (Franken etwas leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Jahrestrend und Prognose- Bleibt Heizöl so billig oder wird es sogar noch billiger? Morgen und übermorgen lesen Sie an dieser Stelle die große Heizölpreisprognose 2016. www.heizoel24.de - 18.01.2016

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Oliver Klapschus
Dipl. Betriebsw. (FH)