Öl: Zu billig ist auch nicht gut!
 vom 08.01.2016 11:05:06


Das große Börsenbeben ist (vorerst) vorbei. Der Markt in China hat sich stabilisiert, nachdem die umstrittene „Notbremse“ gegen fallende Kurse wieder abgeschafft wurde. Der Handelsstopp bei einem Minus von sieben Prozent ist aufgehoben. Am Ölmarkt ist eine Diskussion entbrannt, ob das gestrige 12-Jahres-Tief zur Bodenbildung taugt.

Der Preis für Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) kann sich vom gestrigen Ausverkauf erholen und notiert wieder über der Marke von 300 Dollar. Rohöl (Brent Crude Nordseeöl) kostet 34,30 Dollar je Barrel und zeigt sich ebenfalls deutlich fester. Eine dynamische Gegenbewegung der Kurse nach oben bleibt aber aus und die Preisentwicklung ist weiter volatil. Der Ölmarkt ist nach wie vor sehr nervös und eine Trendwende nicht absehbar. Im Vordergrund der Börsenbetrachtung stehen die vollen Lager, hohe Produktion und stagnierende Nachfrage. Dennoch dürfte sich im Laufe des Jahres die Erkenntnis durchsetzen, dass derart niedrige Ölpreise von unter 40 Dollar je Barrel nicht gesund sind. Viele Quellen können nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden und Geld für die Suche und Erschließung neuer Ölvorkommen kann nicht verdient werden. Besonders die neuen Quellen in Nordamerika (Stichwort Fracking), die das boomende Ölangebot der letzten beiden Jahre erst möglich gemacht haben, gelten bei Preisen unter 40 Dollar durchweg als unrentabel. Darauf, dass sich diese lästige Konkurrenz aus dem Markt verabschiedet, zielen wiederum die konventionellen Förderer wie Saudi Arabien oder auch Russland. Der derzeitige Segen des billigen Öls könnte sich also mittelfristig als Fluch erweisen. Bei steigendem weltweiten Bedarf ist mit einer Wiederholung des Jojo-Effekts bei den Ölpreisen zu rechnen. In einem 10-15 jährigen Zyklus könnten sich hoch und Niedrigpreisphasen abwechseln. Nach der extremen Niedrigpreisphase Ende der 1990er Jahre mit Barrelpreisen unter 20 Dollar folgte ein gnadenloser Anstieg der Ölpreise auf teilweise 150 Dollar. Nachfolgend kam es zu einem Explorationsboom und Technologiesprung. Milliarden Petrodollar wurden investiert. Aktuell sind wir Nutznießer dieser Phase.

Auch wenn die Gegenbewegung an den Börsen kommt, dürfte Heizöl auf Wochen, Monate und wahrscheinlich sogar Jahre billig bleiben. Selbst eine Verdoppelung der Ölpreise auf knapp 70 Dollar je Barrel wäre kein großes Drama für den Heizölpreis. Bis auf weiteres befinden sich Heizölkunden im Schnäppchenparadies! Im Norden und Westen Deutschlands werden reihenweise weniger als 40 Cent je Liter verlangt. Im Süden und Osten liegen die Preise der Händler aktuell zwei bis drei Cent darüber. Höhere Logistikkosten und die stark gestiegene Nachfrage durch die Kältewelle machen sich hier bemerkbar. - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 34,30 $, Gasöl ca. 307 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,30 € / 100 l gegenüber gestern. Schweiz: + 0,30 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,087 (Euro fester)
US Dollar/Franken: ca. 1,001 (Franken fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Die Heizölpreise in Deutschland und Österreich verbleiben auf dem tiefsten Niveau seit 11 Jahren. Volltanken lohnt sich! www.heizoel24.de - 08.01.2016

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