Öl immer billiger - Heizöl im Seitwärtstrend

Die Ölpreise zeigen weiterhin Abwärtspotential. Erholungsversuche verliefen in den letzten Tagen regelmäßig im Sande. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz steigen dagegen minimal an. Deutliche Wechselkursverluste von Euro und Franken, sowie die anhaltend hohe Nachfrage sind der Grund.

Mit einem aktuellen Preis von nur noch 325 Dollar je Tonne hat Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) ein neues Langzeittief markiert. Nie war das Halbfertigprodukt in den letzten zehn Jahren billiger. Rohöl (Brent Crude Nordseeöl) zeigt mit nur noch 36 Dollar je Barrel dasselbe verhalten. Die US-Lagerbestandsdaten nach API-Version zeigten gestern Abend erneut hohe Zuwächse bei Mitteldestillaten (Heizöl, Diesel) und Benzin, weit oberhalb der Erwartungen. Lediglich Rohöl verbuchte ein Minus. Auch die Bestände in Cushing (Oklahoma), dem zentralen Andienungslager für Nymex-Kontrakte, das bereits als „übervoll“ gilt, sind neuerlich gestiegen. Sollten sich die Zahlen durch die als verlässlicher geltenden DOE-Daten heute Nachmittag bestätigen, droht ein neuer Kursrutsch beim Öl. Geopolitische Spannungen, wie die diplomatischen Verwerfungen zwischen Saudi Arabien und dem Iran oder die Bekanntgabe eines Wasserstoffbomben-Tests durch Nordkorea entfalten momentan keine nennenswerte Wirkung auf den Ölpreis. Die hohen Lagerbestände in den USA und Sorgen um die Konjunkturaussichten in China prägen das Bild. Euro und Franken leiden unter Zinserhöhungsphantasien in Amerika.

Die Heizölpreise in Deutschland und Österreich verbleiben in einem ausgedehnten Seitwärtstrend mit nur minimalen Schwankungen. Seit Mitte Dezember haben sich die Tagespreise für Heizöl kaum noch bewegt. Gleiches gilt für die Schweiz, wenn man die am 1. Januar erhöhte CO2-Abgabe herausrechnet. Die Inlandsnachfrage bleibt hoch. Besonders im kalten Norden und Osten Deutschlands (Berlin - 9°C) wird aktuell viel Heizöl gekauft. Im milden Süden und Westen ist die Nachfrage etwas verhaltener. Freiburg und Düsseldorf meldeten gestern Höchstwerte von + 9 °C. Zum Wochenende soll sich die scharfe Luftmassengrenze, die quer über Deutschland liegt, zugunsten von Plusgraden im ganzen Land auflösen. - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 36,10 $, Gasöl ca. 325 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,10 € / 100 l gegenüber gestern. Schweiz: + 0,10 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,072 (Euro leichter)
US Dollar/Franken: ca. 1,009 (Franken leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Die Heizölpreise bleiben weiter im Keller. Bestellen Sie bei Bedarf rechtzeitig und planen Sie für den günstigsten Preis einige Wochen Lieferfrist ein. Achten Sie im Bestellprozess auf die angezeigte Maximallieferfrist der jeweiligen Händler. Kürzere Lieferfristen können über den Heizölrechner gebucht werden, kosten aber meist etwas mehr. www.heizoel24.de - 06.01.2016

HeizOel24
Heizölpreis Kursschwankungen voraus

Quo vadis? Heizölpreis nach OPEC-Entscheid

weiterlesen
Sprunghafter Heizöl Kursanstieg

OPEC-Einigung: Ölpreise steigen sprunghaft an

weiterlesen
ungewisse Kursentwicklung der Heizölpreise

Kurskapriolen voraus - heute ist OPEC-Tag

weiterlesen

Pressekontakt

+49 (0)30 701 712 0
Oliver Klapschus
Dipl. Betriebsw. (FH)