Heizölpreis bleibt auf dem Boden der Tatsachen

Die Ölpreise zeigten sich im gestrigen Handel sehr volatil, auf starke Kursgewinne folgte ein erneuter Einbruch. Unter dem Strich steht ein leichter Teuerungsimpuls durch herbe Kursverluste bei Euro und Franken. Die Inlandspreise für Heizöl werden rund 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter höher erwartet als gestern. Die Nachfrage ist sehr hoch.

Im Spannungsfeld hoher Verluste am chinesischen Aktienmarkt und den diplomatischen Verwerfungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zeigte sich der Ölpreis gestern stark schwankend. Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) stieg im Tagesverlauf auf bis zu 346 Dollar je Tonne, um anschließend auf 329 Dollar einzubrechen. Anders als in früheren Zeiten hat durch das weltweit stark gestiegene Ölangebot selbst der Ölriese Saudi-Arabien kaum noch das Potential, den Ölpreis durch geopolitische Spannungen in die Höhe zu treiben. Der Kursrutsch im amerikanischen Handel ging mit einer Dollar-Aufwertung einher. Aussagen aus Kreisen der US-Notenbank Fed, wonach es in diesem Jahr vier Leitzinsanhebungen geben könnte, sorgten für Kursgewinne. Euro und Franken tendierten entsprechend schwächer.

Im Inland hat die Nachfrage nach Heizöl am ersten Werktag des Jahres stark angezogen. Dies gilt nicht nur für die Frostregionen im Norden und Osten, sondern auch für die südwestlichen Landesteile. Abgesehen von der stärkeren Fokussierung auf Alltagsthemen nach dem Ende der Feiertage spielt auch das Risiko steigender Preise eine Rolle. Die anhaltende Bodenbildung am Markt lässt viele Verbraucher aktiv werden, die sich zum Schnäppchenpreis eindecken wollen. Der seit Mitte Dezember vorherrschende Seitwärtstrend spiegelt in Deutschland immerhin das günstigste Heizölpreisniveau seit knapp 11 Jahren wieder. Zuletzt war Heizöl im Frühjahr 2005 so günstig wie aktuell. - ok

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 37,10 $, Gasöl ca. 331 $ / t
Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,30 € / 100 l gegenüber gestern. Schweiz: + 0,30 CHF / 100 l.
Euro/US Dollar: ca. 1,078 (Euro deutlich leichter)
US Dollar/Franken: ca. 0,994 (Franken deutlich leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Frostschutz nicht vergessen. Speziell im Osten von Deutschland und Österreich ist es derzeit empfindlich kühl! Zweistellige Minusgrade lassen auch so manchen Diesel nicht mehr anspringen. Ursache ist häufig ein verstopfter Kraftstofffilter. Die Lösung bringt ein Kälteschutzadditiv. www.heizoel24.de - 05.01.2016

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Oliver Klapschus
Dipl. Betriebsw. (FH)