OPEC korrigiert Erwartungen nach unten
vom 11.10.2012 11:02:18
Der Heizölpreis müsste fallen, betrachtet man die von der OPEC erwartete Nachfrage. Die geht lediglich von einer leichten Steigung aus, bei gleichbleibender Angebotssituation. Doch die preistreibenden Faktoren der letzten Tage bleiben erhalten. Neben den Förderengpässen in der Nordsee hat sich auch die Lage im Nahen Osten nicht entspannt. In der Nacht zum Donnerstag veröffentlichte die API die Bestandsdaten, woraufhin ICE Gasöl NYMEX Heating Oil leicht stiegen, da die Bestände bei den Destillaten niedriger ausfielen als erwartet. Rohöl und Benzin reagierten nur zögerlich auf die Neuigkeiten.
- Rohöl: Steigung um 1,6 Millionen Barrel
- Destillate: Gesunken um 6,2 Millionen Barrel
- Benzin: entgegen den Erwartungen gestiegen um 2,5 Millionen Barrel
Die stärkere Steigung der Rohölvorräte erklärt sich vor allem durch die Ausfälle bei den Raffinerien in den USA, wodurch das geförderte Rohöl nicht weiter verarbeitet werden konnte. Der unerwartete Verlauf bei den Destillaten sowie dem Benzin verunsichert die Marktteilnehmer, und sorgt dafür, dass vorläufig weder eine steigende noch eine fallende Tendenz zu erkennen ist. Die Nachfrage bleibt nach wie vor schwach. Auch die OPEC hat sich die Warnung des IWF zu Herzen genommen und in ihrem Monatsbericht das geschätzte Nachfragewachstum leicht nach unten korrigiert. Das Angebot beim Rohöl soll weiterhin konstant bleiben, Saudi-Arabien bestätigte noch einmal jede Nachfrage abzudecken und die durch die Sanktion gefallende Produktion des Irans abzufangen. Auch Länder wie Kuweit und der Irak arbeiten an ihrer Infrastruktur und können ihre Produktion damit stetig steigern. Analysten rechnen wegen der Ausfälle beim Nordseeöl mit einer weiteren Steigung des Preises beim Brent bis hin zu 117€/Barrel, wodurch der Brent-WTI-Spread ebenfalls weiter anziehen würde.
Der Heizölpreis in Deutschland, Österreich und der Schweiz steigt unaufhörlich weiter. Dem Kunden stellt sich jetzt natürlich die Frage, wann das ein Ende haben soll. Der Ölpreis kratzt nach wie vor am Allzeithoch und hat das Jahreshoch längst gesprengt. Wer jetzt auf eine Öllieferung angewiesen ist, wird tief in die Tasche greifen müssen.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell etwa 115,00 $, Gasöl circa 1000$ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland ca. + 0,50€ / 100 l gegenüber dem Dienstag.
Euro/US Dollar: ca. 1,285
Franken/Euro: ca. 0,828
US Dollar/Franken: ca. 0,940
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis steigt
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise steigen
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Eine rasche Klärung der Lage in Syrien scheint unwahrscheinlich. Damit sinken die Chancen auf eine spürbare Entlastung der Ölpreise. www.heizoel24.de - 11.10.2012
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