HeizOel24 Marktinfos Heizöl: Seitwärtstrend mit etwas Luft nach unten

vom 02.10.2012 10:46:33

Von den üblichen Tagespreisschwankungen abgesehen herrscht wenig Bewegung am Ölmarkt. Ein Barrel Rohöl (Brent Crude Nordseeöl) kostet weiterhin 112 Dollar und die Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) wird mit 980 Dollar gehandelt. Damit sind die Ölpreise auf das Ausgangsniveau von Montagmorgen zurückgekehrt. Ein kurzer Höhenflug, der die Gasölnotierungen gestern Nachmittag auf 990 Dollar je Tonne getragen hatte, erwies sich als nicht nachhaltig. Auch der Euro zeigt sich konstant Die Gemeinschaftswährung notiert heute wie gestern bei einem Gegenwert von 1,29 US-Dollar.

Die Inlandspreise für Heizöl werden entsprechend der Vorgaben vom Weltmarkt unverändert gegenüber gestern erwartet. Die stabile Preissituation macht etwas Hoffnung, dass die Preise nach unten abdrehen könnten, sobald die Börsen einen Impuls erhalten. Die Aufwärtsdynamik zeigte sich in den letzten Tagen und Wochen mehrfach begrenzt. Kleinere Negativschlagzeilen könnten ausreichen, um eine Reihen computergenerierter Verkaufsorders auszulösen und die Ölpreise ein paar Prozent zu drücken. Starke Rückschläge beim Ölpreis sind jedoch bis auf weiteres unwahrscheinlich. Die weltkonjunkturelle Lage ist angespannt aber stabil und die extrem hohe Liquidität in den Finanzmärkten verhindert große Rückschläge. Konflikte wie der zwischen Israel und dem Iran tun ihr übriges, um den Ölpreis hoch zu halten. Umgemünzt auf die deutschen Heizölpreise, die seit der zweiten Augustwoche zwischen 90 und 94 Cent je Liter pendeln, ist ein verbleib in diesem Preisband zu favorisieren. Da wir uns mit 93 Cent im Bundesdurchschnitt allerdings gerade recht weit oben in diesem Seitwärtstrendkanal bewegen, sind Rückschläge in Richtung 90 Cent zunächst wahrscheinlich. Sobald die Heizölpreise vom jetzigen Stand aus drei bis vier Prozent gefallen sind sehen wir aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit eine neue Chance für Eindeckungskäufe. Viel mehr Preisnachlass sollten Kunden jedoch nicht erwarten. Da die dünn gesäten Schwächephasen in diesem Jahr immer von stark ansteigender Kaufaktivität begleitet waren, drehte der Trend immer sehr rasch. Die Heizölpreie gingen durch die starke Kaufaktivität i.d.R. schlagartig wieder nach oben.

Kunden mit Heizölbedarf sollten daher rasch handeln, sobald sich neue Preisrücksetzer zeigen. Umgekehrt ist erhöhte Vorsicht geboten falls die deutschen Heizölpreise über 94 Cent steigen. Dies würde charttechnisch für einen weiteren Anstieg sprechen. In Österreich und der Schweiz verlaufen die Preiskurven derzeit weniger signifikant. Hier sind Marken von knapp unter eine Euro je Liter Heizöl in Österreich bzw. knapp über einem Franken in der Schweiz anzupeilen, wenn es darum geht, den Heizölkauf „günstig“ zu gestalten. Niedrigere Preise sind im Moment leider illusorisch.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 112,00 $, Gasöl ca. 980 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. +/- 0,10 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,290 (nahezu unveränd.)
Franken/US Dollar: ca. 1,066 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis korrekturanfällig
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Heizölpreise in den nächsten Tagen etwas absinken. Mit größeren Rückschlägen ist dagegen kaum zu rechnen. Die hohe Nachfrage stützt die Preise und sorgt für verlängerte Lieferfristen. www.heizoel24.de - 02.10.2012
 

Heizölpreise Deutschland 1 Monat

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