Heizölpreise kratzen am Jahreshoch, Heizöl-App online
vom 10.08.2012 10:34:32
Es ist so weit und allzu gern hätten wir auf die Meldung verzichtet. Nach einem neuerlichen Anstieg um rund 0,8 Cent je Liter erreichen die Heizölpreise in einigen Teilen Deutschlands ein neues Jahreshoch. U.a. im Raum Hannover verzeichnen wir statistisch gesehen Höchstpreise für Heizöl. Im Bundesdurchschnitt fehlen noch 0,15 Cent je Liter um den unrühmlichen Jahresrekord vom 14. März einzustellen. Mit den Heizölpreisen in der Schweiz und in Österreich verhält es sich ähnlich. Den Schnitt nach unten zieht aktuell ausgerechnet Bayern, das sonst häufig die Spitze bei den Heizölpreisen bildet. Ursächlich ist auch nicht ein aktueller Preisabschlag für Heizöl im Freistaat, sondern die Tatsache, dass die Heizölpreise dort im Februar besonders hoch waren. Die Kältewelle fiel mit dem insolvenzbedingten Ausfall der Raffinerie in Ingolstadt zusammen. Der Heizöl-Preischart für Bayern zeigt daher in diesem Jahr markante Abweichungen zu den Preisen im übrigen Deutschland.
Die Einstellung des Jahreshochs bei den Heizölpreisen sorgt zugleich für neue Hoffnung. Im März markierte der Höchststand den Wendepunkt zu deutlich fallenden Notierungen. Die Ölpreise am Weltmarkt gaben zwischen März und Juni 2012 stark nach. Mit einem Minus von bis zu 33 % eröffneten sie den Weg zu fallenden Heizölpreisen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Lediglich der Euro, an den zwischenzeitlich auch der Franken gekoppelt ist, verhinderte noch größere Abschläge. Die Gemeinschaftswährung ist es auch, die maßgeblich für den heutigen Anstieg der Heizölpreise verantwortlich ist. Die Hoffnung in nahende EZB-Interventionen zur Überwindung der Euro-Krise schwindet und schon geht der Euro wieder auf Talfahrt. Die Ölpreise für Brent Crude Nordseeöl und Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) stagnieren nach dem steilen Anstieg der letzten Tage zumindest und auch an den Aktienbörsen schwindet die „Draghi-Euphorie“ allmählich. Noch ziehen sich Ölpreis und Aktienbarometer – die nach wie vor eine erstaunliche Parallelität in ihrer Entwicklung aufweisen – nur ein Stück weit zurück. Es bleibt abzuwarten, ob dies nur eine Verschnaufpause auf dem Weg nach oben darstellt, oder ob der von uns favorisierte Fall eines neuerlichen Kurseinbruchs eintritt. Ein finales Reinigungsgewitter an den Märkten könnte in vielerlei Hinsicht gut tun. Nicht nur den preisgeplagten Heizölkunden.
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Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 112,60 $, Gasöl ca. 957 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,70 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,227 (leichter)
Franken/US Dollar: ca. 1,020(leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise steigend
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Heizölpreise aufs Handy! Die HeizOel24 iPhone App ist da. Ab sofort kostenlos im App-Store. www.heizoel24.de - 10.08.2012
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