Heizölpreise steigen weiter - Nordseeöl bei 110 Dollar
vom 07.08.2012 10:26:03
Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz steigen weiter leicht. Kunden müssen eine zusätzliche Teuerung von 0,4 Cent bzw. Rappen je Liter Heizöl hinnehmen. Die Gasölpreise (Börsenwert für Heizöl und Diesel) sind stärker gestiegen als der Kurs des Euros gegenüber dem US-Dollar. An diesen ist seit geraumer Zeit auch der Schweizer Franken gekoppelt. Immerhin kann sich die angeschlagene Gemeinschaftswährung in dieser Woche mit einem Wechselkurs von rund 1,24 Euro je US-Dollar behaupten. Die jüngsten Stützungsbekundungen von Regierungen und Notenbank haben dem Euro gut getan. Generell herrscht an den Börsen eitel Sonnenschein. Der DAX kratzt an der 7.000-Punkte-Marke, die zuletzt im April ein Thema war, der Dow Jones ist auf den höchsten Stand seit Mai gestiegen und beim Ölpreis sieht es ähnlich aus. Ein Barrel Brent Crude Nordseeöl kostet aktuell fast 110 Dollar. Im morgendlichen Handel ging es an der Rohstoffbörse ICE in London auf bis zu 109,95 Dollar je Barrel. Hier müssen wir ebenfalls bis in den Mai zurückblicken um genauso hohe Ölpreise zu entdecken. Ein Barrel Nordseeöl kostet über 20 % mehr als Ende Juni, als der Preis auf bis zu 88 Dollar je Barrel einbrach.
Trotz des Höhenflugs sind die Lager der Börsianer weiterhin tief gespalten. Während die Bullen derzeit die Kurse treiben, weil sie Angst haben, im Falle einer finalen Krisenbewältigung den günstigen Einstieg verpasst zu haben, sehen alte Börsengurus, wie Warren Buffett, den Euro dem Untergang geweiht. Der legendäre US-Milliardär setzt für seinen Fonds auf Bargeld. Berichten zufolge verkauft er insbesondere Konsummtitel und hält sein Pulver trocken. Banktitel hält er dagegen für unterbewertet. Ob das bald 82jährige „Orakel von Omaha“ wieder einmal Recht behalten wird oder ob die Krise sich tatsächlich bald in Wohlgefallen auflöst, bleibt abzuwarten. Aus Sicht des gemeinen Heizölkunden wäre es wünschenswert.
Ein Börsencrash noch vor dem Winter (gern auch mit einer raschen Erholung der Kurse im Anschluss) wäre für hunderttausende Haushalte wohl die Gelegenheit noch einmal vollzutanken und eine Menge Geld zu sparen. Die derzeitigen Heizölpreise von knapp 90 Cent je Liter und rund einem Euro in Österreich bzw. einem Franken je Liter in der Schweiz stellen kaum eine Option dar. Das Heizölgeschäft dümpelt vor sich hin. Setzt sich der Erholungstrend an den Börsen allerdings fort, müssen wir uns mit den Heizöl-Jahreshochs aus dem März unterhalten. Diese liegen von den aktuellen Preisen aus gesehen nur noch rund 3 - 4 Cent entfernt.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 109,60 $, Gasöl ca. 936 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,40 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,242 (deutlich fester)
Franken/US Dollar: ca. 1,033 (deutlich fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Brent Ölpreis nimmt Kurs auf 110 Dollar je Barrel
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts bis leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Sammelbestellungen helfen sparen. Gerade in Zeiten hoher Ölpreise sollten Heizölkunden auf das Sparpotential der Ölbestellung mit den Nachbarn zurückgreifen. Geteilte Anfahrtskosten und Mengenrabatt summieren sich meist auf 20 bis 50 Euro je Haushalt. Vergleichen sie die Preise in der Matrix. www.heizoel24.de - 07.08.2012
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