Heizölpreise: Jahrestief erreicht! Und nun?

21.05.12 • 10:46 Uhr • HeizOel24 News

Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben nach dem langen Wochenende noch ein Stück weiter nach und erreichen verbreitet das tiefste Niveau des bisherigen Jahres 2012. Seit den Höchstständen, die im März markiert wurden ging es sechs bis acht Cent bzw. Rappen je Liter abwärts, was Preisabschlägen von bis zu 10 % entspricht.

Blickt man auf das Kaufverhalten der Verbraucher, so machen diese bereits regen Gebrauch von den gefallenen Heizölpreisen. Seit Tagen ziehen die Umsätze der Heizölhändler an. Besonders im Onlinebereich, in dem für gewöhnlich besonders gut informierte Kunden agieren, herrscht trotz Sommerwetter Konjunktur. Auch die Bestellmengen werden wieder größer. Ob jetzt bereits die Zeit zum Volltanken gekommen ist, oder ob die Heizölpreise noch weiter sinken wird die große Frage der kommenden Wochen sein. Der heutige Handelsauftakt an den Börsen gestaltet sich durchwachsen mit leichten Zuwächsen bei Aktien, Öl und Euro. Angesichts der völlig offenen Situation in Griechenland und der Unsicherheit in Spanien kann der Markt allerdings ganz schnell zurückfallen in den Krisenmodus. Die drei genannten Börsensegmente würden dann höchstwahrscheinlich erneut auf Tauchstation gehen. Sollte es zu einem Euro-Austritt Griechenlands kommen, so könnte auf einen Absturz eine Erholungsrallye folgen, wenn das „reinigende Gewitter“ durch ist.

Es ist weiter davon auszugehen, dass die Börsenbewegungen von der Eurokrise überlagert werden. Der Ölmarkt selbst schlägt aktuell eher gemäßigte Töne an. 3,3 % Wachstum zum Vorjahr bei den chinesischen Rohölimporten muten angesichts gleichzeitig stark gefallener Dieselimporte moderat an. Embargobedingte Lieferausfälle aus dem Iran verkraftet der Weltmarkt bisher ohne Probleme. Das Ölangebot ist gut. Die US-amerikanischen Rohöllagerbestände befinden sich auf Rekordkurs und haben den höchsten Stand seit über 20 Jahren erreicht. Diese Fakten und die allgemeine Börsenstimmung sprechen gegen einen größeren Preisanstieg. Sorgenkind bleibt der Euro, der zuletzt deutlichere Abschläge bei den inländischen Heizölpreisen verhindert hat. Auf Dollarbasis sind die Gasölpreise (Börsenwert für Heizöl und Diesel) seit Anfang Mai 10 % gefallen. Auf Euro Basis nur knapp 7 %.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 108,00 $, Gasöl ca. 911 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,278 (nahezu unveränd.)
Franken/US Dollar: ca. 1,064 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Vorsichtige Heizölkunden mit Bedarf kaufen heute zum billigsten Preis des bisherigen Jahres. Spekulative Gemüter können auf Monatssicht auf einen weiteren Preisverfall von 5 Cent je Liter Heizöl hoffen, wenn uns die eingeschlagene Sinkrate erhalten bleibt. www.heizoel24.de - 21.05.2012
 

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