Schwacher Euro lässt Heizölpreise steigen

16.05.12 • 09:29 Uhr • HeizOel24 News

Der gestrige Handelstag zeigte sich etwas turbulenter als die Vortage. Gute Konjunkturdaten aus Deutschland (BIP +0,5 im ersten Quartal) beflügelten Aktienmärkte und Devisenhandel am Vormittag und zogen in der Folge auch die Ölbörsen mit ins Plus. Zum Nachmittag galt es als beschlossene Sache, dass es in Griechenland Neuwahlen geben wird. Da der Ausgang der Neuwahlen über den Verbleib der Griechen in der EU entscheiden wird, machte sich schnell Skepsis unter den Börsianern breit und alle Märkte vor allem aber DAX und Euro drehten ins Minus.

Der Euro notiert gegenwärtig nur noch bei 1,269 €/$, was die Heizölpreise in Deutschland und Österreich heute um knapp 0,50 € je 100 Liter steigen lässt. Gasöl notiert ebenfalls auf relativ niedrigem Niveau und hat im gestrigen Tagesverlauf ebenfalls Verluste hinnehmen müssen. Der Wertverlust des Euros ist in der Wechselwirkung momentan aber größer, so dass der eigentliche Preissturz überhaupt nicht beim Verbraucher ankommt.

Für heute Nachmittag werden die aktuellen Bestandsdaten des DOE erwartet, welche in den vergangenen Wochen eher einen bearishen Impuls an den Ölmarkt abgegeben haben. Die Bestandsdaten des API von gestern bestätigten den Trend der Vorwochen bereits, so dass zum europäischen Handelsschluss mit fallenden Rohölnotierungen gerechnet werden kann. Ob diese dann zu morgen eine Wirkung zeigen können bleibt abhängig von der Eurokursentwicklung.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 110,90 $, Gasöl ca. 928 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,50 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,269 (wesentlich leichter)
Franken/US Dollar: ca. 1,057 (leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Der gestrige Handelstag hat erneut bewiesen, wie schnelllebig der Börsenhandel ist und welche äußeren Faktoren alles Einfluss auf die Preisbildung nehmen können. Vor allem aber hat sich gezeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Die Devise lautet also regelmäßig Heizölpreise prüfen. www.heizoel24.de - 16.05.2012

 

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