Heizölpreis steigt den elften Tag in Folge

11.11.10 • 10:37 Uhr • HeizOel24 News

Der Ölmarkt kennt weiter nur eine Richtung und geht steil nach oben. Heizölverbraucher müssen den elften Tag in Folge mit Preisanstiegen beim Heizöl leben. Seit Beginn der Preisrallye am 1. November hat sich der Liter Heizöl um durchschnittlich 5 Cent je Liter verteuert. Bezogen auf eine 3000-Liter-Internetbestellung beträgt der Literpreis in Deutschland durchschnittlich 69,50 Cent. In Österreich sind es steuerbedingt rund 10 Cent mehr. Sollte der Heizölpreis noch einen weiteren Cent zulegen, klettert das Niveau auf den höchsten Stand seit 2 Jahren.

Schuld an der plötzlichen Teuerung sind steigende Ölpreise am Weltmarkt und ein schwächerer Euro-Kurs. Der Rohölpreis steht nun wie erwartet unmittelbar vor einem Test der 90-$-Marke. Ein Barrel Nordseeöl kostet zur Stunde 89,50 $. Auch der für den Heizölpreis relevante Börsenwert Gasöl ist weiter gestiegen. Die Tonne wird in London mit 760 $ gehandelt. Angesichts der gestrigen Bestandsdaten aus Amerika kann die Preissteigerung fast schon als moderat angesehen werden. Die DOE-Daten vom Mittwochnachmittag waren denkbar schlecht und bestätigten im Kern die Statistik des API von Dienstagabend. Dass der Ölpreis zumindest einigermaßen auf dem Teppich geblieben ist, haben wir drei Faktoren zu verdanken: Den insgesamt noch immer hohen Lagerbeständen nach der Wirtschaftskrise 2008, der bereits vorangegangenen Ölpreissteigerung innerhalb der letzten Woche und dem heutigen Feiertag in den USA, der das Börsenhandelsinteresse senkt.

Im Einzelnen hat das Department of Energy (DOE) folgende Bestandsveränderungen zur Vorwoche gemeldet:

  • Rohöl: hoher Abbau (- 3,3 Mio Barrel)
  • Destillate (Heizöl, Diesel): sehr hoher Abbau (- 4,9 Mio Barrel)
  • Benzin: leichter Abbau (- 1,9 Mio Barrel)

Durch die hohen Abbauten in allen Produktbereichen unterstützten die Bestandsdaten das bullishe Marktszenario der letzten Tage. Es sieht so aus, als würde der Ölpreis den Seitwärtstrend des letzten halben Jahres schneller als gedacht nach oben verlassen. Insbesondere wenn der Barrelpreis auch die 90-$-Marke dynamisch überschreitet, ist Vorsicht geboten. Verbraucher sollten dann volltanken, um weiteren Heizölpreissteigerungen zuvor zu kommen. Prallt Rohöl dagegen an der 90-$-Hürde ab, kann auf einen Preisrücksetzer im Zuge einer kurzfristigen Korrektur spekuliert werden. Eines steht ohnehin fest: Jetzt, unmittelbar vor dem Winter kann ein voller Heizöltank nicht schaden!

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 89,50 $, Gasöl ca. 760 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,80 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,375 (leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Heizölpreise vergleichen und den Ölmarkt beobachten. Beim Öl entscheiden sie selbst über Kaufzeitpunkt und Liefermenge. www.heizoel24.de - 11.11.2010
 

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