
Ölmarkt stemmt sich gegen Preisverfall
27.08.10 • 10:20 Uhr • HeizOel24 News •
Auf einen recht deutlichen Anstieg der Ölpreise am gestrigen Tag folgt heute leichter Abgabedruck an der Ölbörse in London. Der Euro kann sich im Bereich von 1,27 $ festigen und sorgt ebenfalls für leichte Entlastung bei den Importpreisen. Paradox bleibt die Erkenntnis dieser Woche, dass 30.000 weniger Erstanträge auf Arbeitslosengeld in den USA ein Grund für einen Ölpreisanstieg sind, ein Zuwachs von 8 Millionen Barrel in den übervollen amerikanischen Großtanklagern aber keine Marktreaktion nach unten hervorruft. Konjunktursignal hin oder her, hier gibt der Ölmarkt Rätsel auf. Nicht zu unterschätzen ist offenbar die Preisgrenze von 70 $ je Barrel leichtes US-Öl, die Brokern als Orientierungsmarke beim Handeln dient. Bis an die Marke heran wird auf fallende Ölpreise gewettet, dann wird Kasse gemacht, um im nächsten Moment auf steigende Kurse zu setzten. Als fundamentale Begründung für das Handeln am Markt müssen Notfalls Arbeitslosenzahlen herhalten. Die selben Arbeitsmarktdaten haben übrigens am Aktienmarkt für keinerlei positive Reaktion gesorgt. Die Stimmung in Franfurt und New York bleibt trübe, DAX und Dow Jones notieren unter ihren psychologisch wichtigen Grenzen von 6.000 bzw. 10.000 Punkten. Wie lange die relative Stärke des Ölmarktes anhält bleibt abzuwarten.
Insgesamt ist die Lage für Heizölkunden in Deutschland und Österreich unbefriedigend. Am Weltmarkt deuten die Rahmenbedingungen deutlich darauf hin dass Heizöl billiger wird. Nur praktisch bleibt die lang erhoffte Kursbewegung aus. Mal spielt der Ölpreis nicht mit und mal das Euro/Dollar-Verhältnis. Im Inland steuern wir langsam aber sicher auf die Heizperiode zu, was für moderate Aufschläge bei den Heizölpreisen sorgen wird. Zumindest diese Preisbewegung ist logisch. Genauso wie steigende Lieferfristen. Gesund für den Markt sind steigende Händlermargen beim Heizöl ebenfalls. Die sommerliche Rabattschlacht im Heizölhandel fiel in diesem Jahr besonders hart aus.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 74,80 $, Gasöl ca. 635 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,30 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,272 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr
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| Börsendaten | Freitag 27.08.2010 10:20 Uhr | Schluss Vortag 26.08.2010 | Veränderung zum Vortag |
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| Heizölpreis | Freitag 27.08.2010 10:20 Uhr | Schluss Vortag 26.08.2010 | Veränderung zum Vortag |
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| Ø 100l Preis bei 3.000l | |||
