Überversorgung in den USA zeigt nicht erhofften Verlust beim Heizölpreis
vom 29.07.2010 09:46:07
Der gestrige Handel wartete gespannt auf die Bekanntgabe der Bestände der US-Großtanklager des DOE (Department of Energy). In der Folge zeigten Kurse bis zum Nachmittag kaum Veränderungen. Die durchweg negativen Wirtschaftsdaten aus den USA konnten auch keinen deutlichen bearishen Impuls auslösen, der eine Wirkung auf die Kursentwicklungen gezeigt hätte. Gestützt werden die Ölbörsen derzeit vom schwachen Dollar, der Öl für Investoren außerhalb der USA interessanter macht.
Im Einzelnen meldete das DOE folgende Bestandsveränderungen in den US-amerikanischen Großtanklagern:
- • Rohöl: enormer Aufbau (+ 7,3 Mio Barrel)
- • Destillate (Heizöl, Diesel): leichter Aufbau (+ 0,9 Mio Barrel)
- • Benzin: schwacher Aufbau (+ 0,09 Mio Barrel)
Zurückzuführen sind die Aufbauten, vor allem die enormen Aufbauten beim Rohöl, auf den Tropensturm Bonnie. Dieser wurde wesentlich stärker erwartet, so dass im Vorfeld mehr Rohöl gefördert wurde um Versorgungsengpässen vorzubeugen. Der Sturm verlor allerdings schnell an Kraft, in Betracht gezogene evakuierungsmaßnahmen wurden nciht notwendig.
Heizölkunden in Deutschland und Österreich sehen heute vorerst kaum veränderte Heizölpreise. Der bearishe Impuls, der von den Bestandsdaten ausging konnte zwar erste Unterstützungslinien durchbrechen, wurde aber schnell durch technische Anschlusskäufe gestoppt. Auch heute wird mit einem eher ruhigen Handel gerechnet, wobei Kursausbrüche nach oben oder unten durchaus möglich sind. Erwartet wird eine zunehmende Orientierung der Ölpreisnotierungen an den Aktienmärkten, die eine neue Richtung vorgeben könnte.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 76,48 $, Gasöl ca. 642 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,10 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,304 (nahezu unverändert)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Die Bestandsdaten zeigten nicht erhoffte Wirkung, so dass die Heizölpreise heute vorerst kaum in Bewegung geraten. Allerdings rechnet der Handel durchaus noch mit mäßig bis starken Impulsen im Tagesverlauf. www.heizoel24.de - 29.07.2010