Impulsarmer Handel am Ölmarkt: Heizölpreise treten auf der Stelle

27.07.10 • 10:13 Uhr • HeizOel24 News

Der Ölmarkt zieht weiterhin ruhige Bahnen ohne größere Kursausschläge. Ein Barrel Nordseeöl (Brent Crude) kostet rund 77,50 $ und eine Tone Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) wird mit rund 650 $ gehandelt. Dies entspricht ziemlich exakt dem Vortagsniveau. Der Euro kann wie erwartet anziehen und pendelt um die Marke von 1,30 US-Dollar, die es nun nachhaltig zu überspringen gilt, um den Weg zu günstigeren Heizölpreisen über das Wechselkursverhältnis frei zu machen.

Heizölverbraucher in Deutschland und Österreich profitieren heute leicht von den Verschiebungen am Währungsmarkt. Der Ölpreis selbst sorgt nicht für Veränderungen beim Heizölpreis. Zumindest bis zum morgigen Mittwoch (US-Bestandsdaten um 16:30 Uhr MESZ) rechnen wir mit ähnlich ruhiger Marktaktivität und Heizölkunden machen nichts falsch, wenn sie bis dahin abwarten und den Markt beobachten. Ohnehin stecken Kunden seit Monaten im Dilemma, was die Wahl des richtigen Kaufzeitpunkts angeht. Das jetzige Preisniveau für Heizöl liegt zwar deutlich unter den Rekordpreisen des Jahres 2008, ist aber im langjährigen Vergleich der Heizölpreise nicht wirklich billig. Der ausgeprägte Seitwärtstrend hat dazu geführt, dass noch immer sehr viele Kunden gucken aber nicht kaufen. Im Dies spricht für eine stark anziehende Inlandsnachfrage im August und September. Aufgrund des typischen Nachfrageverlaufs sollten Kunden diese Monate allerdings meiden. Ab Oktober entspannt sich die Liefersituation in normalen Jahren rasch und häufig ist das Heizöl dann noch ein paar Cent je Liter günstiger zu haben. Auf den ersten Blick mag dies nicht viel erscheinen, hochgerechnet auf die Gesamtbestellmenge geht es dennoch schnell um einige hundert Euro. Hier entscheidet sich, wie teuer bzw. billig die nächste Heizperiode wird.

Um wie viel Geld es beim Ölgeschäft geht macht unterdessen die Quartalsbilanz von BP deutlich. Der britische Ölmulti ist in der Lage einen Drei-Monats-Verlust von fast 17 Milliarden US-Dollar zu verkraften. Im Ergebnis zum zweiten Quartal 2010 sind insgesamt gut 32 Milliarden Dollar aus der Bohrinselkatastrophe am Golf von Mexiko enthalten.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 77,40 $, Gasöl ca. 653 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,20 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,299 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Der Ölpreis tritt auf der Stelle. Eventuell bringen die wöchentlichen am Mittwoch (16:30 Uhr) Bewegung in den Markt. . www.heizoel24.de - 27.07.2010
 

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
118,64 €
Veränderung
-2,67 %
zum Vortag
118,64 €
/100l
Prognose
+0,19 %
zu morgen
Ø DE €/100l bei 3.000l | 09.06.2026, 10:21
$/Barrel -1,63%
Gasöl 1.045,50
$/Tonne -1,13%
Euro/Dollar 1,1541
$ +0,05%
US-Rohöl 89,18
$/Barrel -2,30%
Börsendaten
Dienstag
27.07.2010
10:13 Uhr
Schluss Vortag
26.07.2010
Veränderung
zum Vortag
Heizölpreis
Dienstag
27.07.2010
10:13 Uhr
Schluss Vortag
26.07.2010
Veränderung
zum Vortag
Ø 100l Preis bei 3.000l

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Israel-Iran-Angriffe holen Ölbullen zurück
08.06.26 • 09:56 Uhr • Janin Wordel
Zum Wochenstart geht es am Ölmarkt wieder nach oben. Nach dem Rücksetzer vom Freitag sorgen neue Angriffe zwischen Israel und Iran für frischen Auftrieb. Damit übernehmen die Ölbullen nun wieder das Ruder und ziehen auch im Inland die Preise mit nach oben. Im Durchschnitt wird Heizöl am Morgen rund zwei Cent bzw Rappen je Liter teurer.Der Ölmarkt startet aufgrund der jüngsten Ausschreitungen fester Weiterlesen
Ölpreise verschnaufen: Einigkeit noch weit entfernt
05.06.26 • 11:51 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise kommen am Freitagmorgen nicht richtig vom Fleck und halten sich nach dem Rücksetzer vom Vortag knapp über ihren Tiefs. Wieder geht eine Woche ohne wirkliche Fortschritte im Iran-Krieg zu Ende, die Notierungen bleiben hin- und hergerissen. Brent liegt im Bereich um 95 US-Dollar. Auch im Inland starten die Heizölpreise schwunglos und verlieren durchschnittlich einen Cent bzw. Rappen je Liter.Am Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
030 7017120
Newsarchiv