Heizölpreise kommen kaum verändert aus dem Wochenende
vom 26.07.2010 11:53:52
Der positiv ausgefallene Banken-Stresstest, der am Freitag nach Börsenschluss veröffentlicht wurde, lässt auf eine stabile Gesamtsituation am Finanzmarkt schließen. Die Konjunkturaussichten dürften sich insgesamt verbessern. Positiv bemerkbar macht sich die neu erlangte Stabilität besonders beim Euro, der Zuwächse verzeichnen kann. Auch der Aktienmarkt zeigt moderate Gewinne. Der Ölpreis wird nur mittelbar von der stabileren Gesamtsituation am Finanzmarkt beeinflusst. Hier zählen derzeit vor allem Charttechnik, psychologische Widerstandmarken und die Hurrikanaktivität am Golf von Mexiko.
In den nächsten Tagen ist durch die genannten Faktoren eher von leicht sinkenden Ölpreisen am Weltmarkt auszugehen. Ein Barrel leichtes US-Öl (WTI) notiert bei rund 79 $ und hat kaum Potential, die 80er-Marke zu überspringen. U.a. begrenzen die hohen Lagerbestände in den US-amerikanischen Tanklagern das Aufwärtspotential beim Ölpreis. Die europäische Referenzsorte Brent Crude (Nordseeöl) wird mit 77,50 $ je Barrel ohnehin tiefer gehandelt. Mit Abzug des Sturmtiefs „Bonnie“, das derzeit noch für Bohrinsel-Evakuierungen am Golf von Mexiko sorgt, sollten ein bis zwei Dollar Risikoprämie aus dem Ölpreis weichen.
Heizölkunden in Deutschland und Österreich sollten weiter in Warteposition verharren und sich bis Mittwoch ein eigenes Bild vom Öl und Währungsmarkt machen. Solange der Ölpreis die 80-$-Marke nicht überspringt ist kein überhasteter Kauf notwendig. Die Ölpreisentwicklung sollte weiter seitwärts gerichtet bleiben. Sofern sich im Seitwärtstrend kurzfristige Rückschläge ergeben sollte in diese hineingekauft werden. Insbesondere dann, wenn es den Euro im Wochenverlauf gelingt, die Marke von 1,30 US-Dollar zu überspringen, sehen wir leichtes Abwärtspotential bei den inländischen Heizölpreisen. Die Liefersituation ist bis auf weiteres entspannt. Es gibt derzeit zwar deutlich mehr Aufträge als im letzten Sommer, am Anschlag sind die Fuhrparkkapazitäten deshalb aber noch lange nicht. Ein bis zwei Wochen Lieferfrist sollten aktuell für eine günstige Internetbestellung einkalkuliert werden. Ab Mitte August können es auch 2 bis vier Wochen werden, ehe das Heizöl im Kundentank ist.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 77,50 $, Gasöl ca. 658 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,10 € / 100 l gegenüber Freitag.
Euro/US Dollar: ca. 1,292 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Die Öl- und Heizölpreise bewegen sich aktuell seitwärts und geben Kunden keinen Anlass zur Eile. Bis zum Ende der Sommerferien sollte die Bestellung allerdings getätigt sein, da dann mit verlängerten Liferisten zu rechnen ist. www.heizoel24.de - 26.07.2010